Bordelle

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Stuttgart · 1 Einträge

Stuttgart hat mit dem Leonhardsviertel eines der geschichtsträchtigsten Rotlichtviertel Süddeutschlands. Das Viertel liegt mitten in der Innenstadt, eingekeilt zwischen Rathaus und Königstraße, und blickt auf eine Tradition zurück, die Jahrzehnte umfasst. Doch die Szene befindet sich im Umbruch.

Das Leonhardsviertel — Geschichte und Wandel

Das Leonhardsviertel war über Jahrzehnte das Zentrum der Stuttgarter Sexarbeit. Laufhäuser, Bars und Etablissements prägten die engen Gassen zwischen Leonhardskirche und Altem Schloss. Das Dreifarbenhaus, seit 1957 in Betrieb, galt als Stuttgarts ältestes Bordell — es hat mittlerweile geschlossen.

Der Stuttgarter Gemeinderat treibt seit einigen Jahren einen Strukturwandel des Viertels voran. Mehrere Bordelle haben geschlossen, die Stadt setzt auf eine schrittweise Umgestaltung. Gastronomie, Kultur und Wohnen sollen den Rotlichtbetrieb langfristig ersetzen. Für Besucher bedeutet das: Das Angebot im Leonhardsviertel ist deutlich geschrumpft, und es ist ratsam, sich vor einem Besuch über den aktuellen Stand der einzelnen Häuser zu informieren.

Aktuelle Situation

Das Eros 11a in der Weberstraße war bis vor Kurzem eines der modernsten Laufhäuser der Stadt. Es ist derzeit vorübergehend geschlossen. Ob und wann es wieder öffnet, ist nicht abschließend geklärt — vor einem Besuch unbedingt den aktuellen Status prüfen.

Insgesamt hat sich die Bordell-Landschaft in Stuttgart in den letzten Jahren merklich ausgedünnt. Wer ein breites Angebot sucht, wird in der Region eher bei den FKK- und Saunaclubs im Umland fündig.

Rechtliche Rahmenbedingungen

  • Sexarbeit ist in Deutschland seit 2002 vollständig legal.
  • Das Prostituiertenschutzgesetz (ProstSchG) von 2017 regelt Anmeldepflicht, Gesundheitsberatung und Betriebserlaubnisse.
  • Kondompflicht gilt ausnahmslos bei allen sexuellen Dienstleistungen.
  • Legale Betriebe verfügen über eine behördliche Erlaubnis — auf seriöse, lizenzierte Häuser achten.
  • Preise und Leistungen werden immer vorab direkt mit den Sexarbeiterinnen besprochen.

Tipps für Besucher

  • Höflicher, respektvoller Umgang ist überall Grundvoraussetzung.
  • In Laufhäusern klopfst du an die Tür — ein "Nein" ist ein Nein.
  • Bargeld ist das bevorzugte Zahlungsmittel.
  • Aufgrund der Umbruchsituation im Leonhardsviertel: Vorab recherchieren, welche Häuser aktuell geöffnet sind.